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Direkte Kommunikation zwischen zwei PCs

In dieser Kategorie befinden sich folgende Unterpunkte:

Wir wollen z.B. ein Computerspiel im Netz ausführen, wenigstens zwei Computer werden dafür benötigt. Schauen wir uns zunächst einmal die Rückseite eines handelsüblichen PCs und dessen Anschlüsse an (s. Abbildung 2-1). In Abbildung 2-2 sehen wir die PC-Rückseite mit einigen Anschlusskabeln.

Rückansicht PC mit beschrifteten Ausgängen

Abb. 2-1: PC-Rückseite

PC Rückansicht mit beschrifteten Anschlusskabeln

Abb. 2-2: PC-Rückseite mit Anschlusskabeln

Die PCs sind mit Ethernet-Netzwerkkarten (NIC = Network Interface Card) ausgerüstet.
In Abbildung 2-3 sehen wir eine Ethernet Combo Netzwerkkarte für 10 Mbit/s Datenübertragungsrate. Diese Karte hat drei Anschlüsse, von denen immer nur einer benutzt werden darf. Rechts der RJ45 Anschluss für 10BaseT Ethernet, in der Mitte der AUI Anschluss (AUI = Attachment Unit Interface, benötigt externer Transceiver) für 10Base5 Ethernet und links der BNC Anschluss für 10Base2 Ethernet.

 Netzwerkkarte mit beschrifteten Anschlüssen

Abb. 2-3: Ethernet Combo Netwerkkarte für 10 Mbit/s Datenübertragungsrate

 Netzwerkarte mit beschrifteten Anschlüssen

Abb. 2-4: 10/100 Mbit/s-PCI-Netzwerkkarte für 10 oder 100 Mbit/s Datenübertragungsrate

In Abbildung 2-4 sehen wir eine 10/10 Mbit/s Netwerkkarte für den PCI Bus. Sie besitzt eine RJ45 Buchse, die zum Anschluss an 10BaseT Ethernet oder 100BaseTX Ethernet genutzt werden kann. Die 100 TX LED (Light Emitting Diode = Leuchtdiode) zeigt eine 100 Mbit/s Operation an. Die ACT LED (Activity LED = Aktivitätsanzeige) leuchtet oder blinkt beim Senden oder Empfangen von Daten. Die LNK LED (Link LED = Verbindungsanzeige) leuchtet, wenn die Verbindung zu einem Hub oder Adapter gut ist. Die LNK LED leuchtet nicht, wenn das Kabel defekt ist, ein falsches Kabel verwendet wurde oder die Netzkonfiguration nicht in Ordnung ist. Auf der Netzwerkkarte befindet sich ein Transceiverbaustein. Transceiver ist ein Kunstwort aus Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Von den acht Polen der RJ45-Buchse der Netzwerkkarte werden für Ethernet (10 Mbit/s Datenübertragungsrate) und Fast Ethernet (100 Mbit/s Datenübertragungsrate) die Pins 1, 2 und 3, 6 benötigt. Der Sender belegt auf der Netzwerkkarte die Pins 1 und 2, der Empfänger die Pins 3 und 6. Die Pinbelegung der Netzwerkkarte ist in Abbildung 2-5 dargestellt.

  Funktion  Pin
 Sendedaten +  TD +  1
 Sendedaten -  TD  -  2
 Empfangsdaten +  RD +  3
 Empfangsdaten -  RD -  4

Abb. 2-5: Pinbelegung der RJ45-Buchse der Ethernet-Netzwerkkarte

Wir müssen jetzt den Sender von PC1 mit dem Empfänger von PC2 und den Sender von PC2 mit dem Empfänger von PC1 verbinden.

Verbindung von zwei PCs über ein gekreuztes Kabel

Abb. 2-6: Direkte Verbindung von PC1 mit PC2 über ein gekreuztes Kabel 004

Für eine Ethernet-Verbindung zwischen den beiden PCs benötigen wir ein gekreuztes Kabel (Crossover Patchkabel, engl. Crossover Patch Cord), dieses ist im Fachhandel erhältlich. Man kann gekreuzte von nicht gekreuzten Kabeln durch Sichtprüfung unterscheiden, s. Abbildung 2-7. Die roten RJ45-Stecker zeigen die Pinbelegung für ein gekreuztes Kabel, die hellgrauen Stecker für ein nicht gekreuztes Kabel. Man muss dabei auf die Farbfolge der Adern im Stecker achten. Die Stecker werden in die Buchse der Netzwerkkarte gesteckt bis ein Klick für das Einrasten vernehmbar ist. Um den Stecker aus der Buchse zu entfernen, muss man die Fahne gegen den Stecker drücken und am Stecker ziehen (Bitte nicht am Kabel ziehen, da das Kabel dadurch Schaden nehmen kann.), s. Abbildung 6.

Vier Kabel

Abb. 2-7: Steckerbelegung an Kabelenden für ein gekreuztes Kabel (Steckgehäuse rot) und ein nicht gekreuztes Kabel (Steckgehäuse hellgrau)

Netzwerkstecker

Abb. 2-8: RJ45-Stecker

Rückseite von zwei mit einem Kabel verbundenen Rechner

Abb. 2-9: Ethernet-Verbindung zweier PCs über ein gekreuztes Kabel

Die Rechner werden jetzt noch durch Einstecken des Netzkabels, der Tastatur, der Maus und Anschluss des Monitors funktionsfähig gemacht und gebootet. Der Hardwareteil der Aufgabe ist nun erledigt, jetzt muss noch das Protokoll, hier TCP/IP, eingerichtet werden.